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Hyatt & Harkavy: Living Forward

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Über Michael Hyatt & Daniel Harkavy

Michael S. Hyatt (Jahrgang 1955) ist ein US-amerikanischer Autor und Gründer von Full Focus, einem Unternehmen, das erfolgreiche Führungskräfte dabei unterstützt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Daniel Harkavy ist der Gründer und CEO von Building Champions Inc., einem Unternehmen, das Führungskräfte, Teams und Organisationen anleitet, gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Das gemeinsame Buch Living Forward erschien 2016 zunächst auf Englisch. Die deutschsprachige Übersetzung wurde im Jahr 2022 veröffentlicht: Living Forward* Untertitel: Ein bewährter Plan, um mit dem Abdriften aufzuhören und das Leben deiner Träume zu erhalten.

Zusammenfassung

Einer der Autoren (Michael Hyatt) hatte sich im Wald verlaufen. Dank seiner Running-App fand er den richtigen Weg. Wie nützlich wäre eine entsprechende App für das echte Leben? Es gibt sie: ein Lebensplan.

Der andere Autor (Daniel Harkavy) war mit Ende zwanzig bereits eine erfolgreiche Führungskraft in einem börsennotierten Unternehmen. Bald sollte er sogar zum CEO befördert werden. Doch er spürte einen inneren Widerstand. Viele ältere Kollegen waren zwar finanziell erfolgreich, aber in allen anderen Lebensbereichen waren sie nahezu bankrott. So wollte Harkavy nicht leben. Also schmiss er seinen Job und gründete die Business Coaching Firma Building Champions Inc.

Als Michael Hyatt eines Tages gesundheitliche Probleme bekam, die auf Stress zurückzuführen waren, heuerte er Harkavy als Coach an. Dieser half ihm dabei, einen Lebensplan zu erstellen und lehrte ihn, den Plan regelmäßig zu überprüfen und ihn bei Bedarf zu aktualisieren.

Wie ein Lebensplan im Detail funktioniert, ist das Thema dieses Buches.

Teil 1: Verstehe dein Bedürfnis

Im ersten Teil des Buches werden wir für das Abdriften und die daraus resultierenden negativen Konsequenzen sensibilisiert. Die Autoren warnen vor Kräften, die uns von unserem Weg abkommen lassen: unbewusste Dynamiken, Ablenkungen, Überwältigung und Täuschung bzw. Selbsttäuschung. Die Konsequenzen sind Verwirrung, Zeit- und Geldverlust, verpasste Gelegenheiten, Schmerzen, Schwierigkeiten und Reue.

Lebensplanung ist das genaue Gegenteil vom Abdriften. Wer einen Lebensplan verfolgt, übernimmt die Verantwortung und handelt proaktiv.

Die Autoren wollen uns bei der Verwirklichung der folgenden Ziele helfen:

  1. Unseren Standort erkennen (Ziel #1)
  2. Die Vision einer besseren Zukunft entwickeln (Ziel #2)
  3. Die Vision Schritt für Schritt verwirklichen (Ziel #3)

Was ist ein Lebensplan?

Der erste Lebensplaner könnte Benjamin Franklin gewesen sein. Um das Jahr 1730 (damals war Franklin in seinen Zwanzigern) entwarf der spätere Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten einen Plan zu Selbstoptimierung. Dieser enthielt 13 essenzielle Tugenden, die er in seinem Leben entwickeln wollte.

Unter einem Lebensplan verstehen die Autoren ein kurzes schriftliches Dokument von etwa acht bis 15 Seiten, das wir nur für uns selbst erstellen. Unser Lebensplan beschreibt, wie wir bei anderen in Erinnerung bleiben möchte. Es ist ein lebendiges Dokument, das wir bei Bedarf optimieren und anpassen.

Die Autoren erklären, dass das Lebensplan-Format von diesen drei kraftvollen Fragen angetrieben wird:

  1. Wie möchte ich in Erinnerung bleiben?
  2. Was ist am wichtigsten?
  3. Wie kann ich von hier aus dorthin kommen, wo ich sein möchte?

Es ist wichtig zu verstehen, dass der wahre Wert des Lebensplans in der ständigen Verbesserung des Dokuments besteht. (Wie schon Dwight Eisenhower sagte: »Pläne sind nichts, aber Planung ist alles!«) Planung sollte Teil unserer Lebenseinstellung werden.

Um zu erreichen, dass wir das Planen tatsächlich umsetzen, gehen die Autoren noch einmal im Detail auf die vielen Vorteile des Lebensplans ein. Diese sind:

  1. Wer plant, gewinnt Klarheit über seine Prioritäten und lebt selbstbestimmter.
  2. Wer einen Plan hat, kann das Gleichgewicht besser halten. In diesem Zusammenhang bedeutet Balance nicht, allem gleich viel Aufmerksamkeit zu schenken; vielmehr geht es um angemessene Aufmerksamkeit.
  3. Wer einen Plan hat, kann Gelegenheiten besser filtern, d. h. ja zu dem sagen, was wirklich wichtig ist, und nein zu allem anderen.
  4. Wer plant, sieht der Realität ins Auge. Wir können nicht dorthin kommen, wo wir hin möchten, wenn wir nicht von dort aus starten, wo wir gerade sind. Wir können nicht verbessern, was wir nicht akzeptieren wollen.
  5. Wer plant, malt sich die Zukunft aus. Wir bekommen im Leben das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
  6. Wer plant, vermeidet Reue.

Teil 2: Erstelle deinen Plan

Da das Ende alles andere bestimmt, müssen wir mit unserem Ende beginnen.

Was wollen wir der Nachwelt hinterlassen? Wie wollen wir in Erinnerung bleiben?

Die Autoren erklären, dass wir uns unbedingt der Realität stellen müssen: Das Leben kurz ist! Wenn wir nicht diese Perspektive einnehmen, dann riskieren wir, an einem Ziel anzukommen, das wir nicht selbst gewählt haben. (Oder an einem Ziel, das wir nicht bevorzugen würden.)

Die Lösung besteht darin, die eigene Grabrede zu schreiben. Die Autoren erklären, dass dies eine kraftvolle Übung ist, die den Verstand und die Gefühle anspricht und uns optimal auf den Prozess der Erstellung eines sinnvollen und kraftvollen Lebensplans vorbereitet.

Konkret sollen wir uns unsere eigene Beerdigung vorstellen und diese Fragen beantworten:

  • Woran erinnern sich die Menschen?
  • Welche Geschichten erzählen sie? (Und was fühlen sie dabei?)
  • Wie würden die Menschen zusammenfassen, was unser Leben für sie bedeutet hat?

Unser Leben ist die Summe unserer Tage!

Die Autoren erklären, dass unser Vermächtnis aus dem spirituellen, intellektuellen, zwischenmenschlichen, beruflichen und sozialen Kapital besteht, das wir zu Lebzeiten weitergeben. Unser Vermächtnis ist die Summe …

  • der Überzeugungen, die wir vertreten,
  • der Werte, nach denen wir leben,
  • der Liebe, die wir zum Ausdruck bringen, und
  • dem Service, den wir für andere leisten.

Konkret können wir entweder eine Trauerrede schreiben, die beispielsweise aus kurzen Botschaften der für uns wichtigsten Menschen besteht, oder wir stellen uns unsere Beerdigung als Szene in einem Film vor und schreiben das Drehbuch.

Wenn wir unsere eigene Beerdigung visualisieren, müssen wir offen sein und Verletzlichkeit zulassen. Dann müssen wir uns fragen, was nötig ist, um diese imaginäre Erinnerung wahr werden zu lassen. Beginnen sollten wir möglichst sofort, denn niemand weiß, wie viel Zeit wir noch haben.

Wie wir unsere Prioritäten bestimmten können (Lebenskonten)

Wir glauben gerne, dass effektive Menschen ständig irgendetwas tun, doch in Wahrheit zeichnet sie aus, dass sie mit den richtigen Dingen beschäftigt sind, mit ihren Prioritäten, mit dem, was wichtig ist. Wir treffen bessere Entscheidungen, wenn wir unsere Prioritäten im Blick haben. Doch wenn es hektisch zugeht, besteht die Gefahr, dass wir sie aus den Augen verlieren.

Daniel Harkavy hat ein Werkzeug entwickelt, mit dem wir alles Wichtige stets im Blick behalten können – auch in stressigen Zeiten.

Unser Leben ist eine individuelle Sammlung von miteinander zusammenhängenden Interessen, Verantwortlichkeiten, Träumen und Aktivitäten. Welche Bereiche machen unser Leben aus? Bei den meisten Menschen sind es sieben bis zwölf Bereiche – die Autoren bezeichnen diese als Lebenskonten.

Nachdem wir unsere Lebenskonten identifiziert haben, müssen wir ihren gegenwärtigen Zustand bestimmten. Das Ziel ist ein positives Saldo auf jedem Lebenskonto zu haben.

Die Autoren schlagen vor, alle Lebenskonten nach den Kriterien Leidenschaft und Fortschritt zu evaluieren. Sie unterscheiden vier verschiedene Zustände:

  1. Drift: Es gibt keine Leidenschaft und keinen Fortschritt; die kennzeichnenden Emotionen sind Wut und Depression. Wenn sich ein Lebenskonto in diesem Zustand befinde, müssen wir die Leidenschaft neu entfachen, weil sie dem Fortschritt vorausgeht.
  2. Aufschwung: Es gibt Leidenschaft, aber keinen Fortschritt; die kennzeichnende Emotion ist die Aufregung. Wenn sich ein Lebenskonto in diesem Zustand befindet, brauchen wir eine neue Strategie und/oder müssen uns neue Fähigkeiten aneignen.
  3. Shift: Es gibt Fortschritt, aber keine Leidenschaft; die kennzeichnende Emotion ist die Gleichgültigkeit. Wenn sich ein Lebenskoto in diesem Zustand befindet, müssen wir die Leidenschaft neu entfachen.
  4. Geschenk: Es gibt Leidenschaft und Fortschritt; die kennzeichnenden Emotionen sind Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Nachdem wir unsere Lebenskonten identifiziert und ihren Zustand bestimmt haben, müssen wir sie priorisieren, d. h. durchnummerieren. Die Autoren erklären, dass wir uns immer zuerst um uns selbst kümmern müssen, weil dies eine Voraussetzung ist, um anderen effektiv helfen zu können.

Die Autoren schlagen vor, jedes Lebenskoto in fünf Abschnitte zu unterteilen:

  1. Zweckerklärung: Was ist das Ziel für dieses Lebenskonto?
  2. Vorgestellte Zukunft: Wie sieht das Leben aus, wenn das Nettovermögen auf diesem Konto positiv ist? Wir sollten eine Art Kurzfilm in unserem Kopf drehen und aufschreiben, was wir sehen. Diesen Text sollten wir im Laufe der Zeit immer weiter optimieren. Wenn wir daran glauben, dass wir ein Ziel erreichen können, erhalten wir Unterstützung von unserem Unterbewusstsein.
  3. Inspirierendes Zitat.
  4. Aktuelle Realität: Wie sieht das Konto aktuell aus?
  5. Spezifische Selbstverpflichtung: Hier sollten wir uns zu bestimmten Handlungen verpflichten. Diese sollten die fünf SMART-Kriterien erfüllen.

Der beste Zeitpunkt, um einen Lebensplan zu erstellen, ist jetzt. Wir sollten uns dazu verpflichten, den Lebensplan innerhalb der nächsten Tage zu erstellen. (Mit jedem Tag, den wir warten, sinkt die Umsetzungswahrscheinlichkeit.)

Die Autoren empfehlen, dass wir uns einen ganzen Tag Zeit nehmen, um den gesamten Lebensplan zu erstellen. Von schrittweisem Vorgehen raten sie ab.

»Etwas Bedeutsames verdient in intensives Erlebnis.«

Es folgen mehrere Seiten Einwandbehandlung, auf die ich im Rahmen dieser Zusammenfassung verzichte.

Wir sollten uns auf den Tag, an dem wir unseren Lebensplan erstellen, gut vorbereiten:

  • Ausreichend Zeit im Kalender blocken.
  • Einen inspirierenden Ort aufsuchen, an dem wir ungestört arbeiten können. (Die Autoren raten davon ab, den Plan im Büro oder zu Hause zu schreiben.)
  • Schreibunterlagen mitnehmen.
  • Offline gehen.
  • Die Familie und Kollegen mit einbeziehen (»Ich werde nicht erreichbar sein«).

Den Tag maximieren (Best Practices aus der Erfahrung der Autoren)

  • Die Einstellung überprüfen (beim Schreiben des Lebensplans sollten wir Dankbarkeit, Vorfreude und Offenheit empfinden).
  • Am Ende des Tages sollte der Plan fertig sein, damit wir gleich am nächsten Tag mit der Umsetzung beginnen können.
  • In den Prozess vertrauen.

Teil 3: Mache es möglich

Bei der Implementierung des Lebensplans kommt es auf diese drei Fähigkeiten an:

  1. Triage des Kalenders: Wir müssen wissen, was wir absagen oder verschieben können und was unsere Teilnahme erfordert.
  2. Planung der Prioritäten: Die Autoren empfehlen ein Tool, das sie als »ideale Woche« bezeichnen. Es handelt sich um einen Budgetplan, bei dem nicht Geld, sondern Zeit verwaltet wird. Wir sollten möglich lange im Voraus planen, damit wir unsere Zeit selbst beanspruchen können, bevor es andere tun.
  3. Nein sagen zu mehr Anfragen: Hier empfehlen die Autoren eine Methode, die von dem Harvard-Professor William Ury stammt und als »das positive Nein« bezeichnet wird. Im Kern geht es darum, Menschen würdevoll abzuweisen, sodass sie nicht gekränkt werden. Die Methode umfasst diese drei Schritte: (1) Zunächst sagen wir ja zu uns selbst und schützen unsere Zeit, ohne den anderen anzugreifen. (2) Nun sagen wir nein zu der Anfrage des anderen und vermeiden es, den Eindruck zu vermitteln, dass wir am Ende doch noch ja sagen könnten. (3) Zuletzt sollten wir noch die Beziehung zu der Person bekräftigen und ihr einen Alternativvorschlag machen, um ihr zu zeigen, dass sie uns nicht egal ist.

Den Lebensplan lebendig halten

Wir müssen uns zur Gewohnheit machen, unseren Lebensplan regelmäßig zu überarbeiten.

Während der ersten 90 Tage sollten wir unseren Lebensplan täglich einmal lesen. Später reicht es, den Plan einmal pro Woche zu überprüfen. Hierfür sollten wir etwa 15 bis 30 Minuten Zeit in unserem Kalender blocken. Hier muss jeder eine Vorgehensweise finden, die für ihn persönlich passt. Die von den Autoren vorgeschlagene Methode erinnert an die GTD-Methode von David Allen.

(Hier gibt es eine Zusammenfassung von David Allens sehr zu empfehlenden Buch Wie ich die Dinge geregelt kriege.)

Einmal pro Quartal sollte der Plan überarbeiten und an die Realität angepasst werden. Hier sollten wir die gegenwärtige Realität komplett neu bewerten. Außerdem sollten wir uns fünf bis sieben Ziel für das nächste Quartal vornehmen.

Einmal im Jahr sollte der Plan grundlegend überarbeitet werden. Wir sollten bewerten, was wir im letzten Jahre haben, und bestimmen, was wir im nächsten Jahr erreichen wollen.

Erst Selbstführung, dann Teamführung

Sobald wir unseren Lebensplan erstellt haben und uns sicher fühlen, können wir andere dabei unterstützen, ihren Plan zu erstellen. Darum geht es im letzten Teil des Buches. Hier machen die Autoren Werbung für ihre Dienstleistung.

Im Anhang des Buches gibt es noch konkrete Beispiel-Lebenspläne.

Fazit

Living Forward ist ein nettes kleines Büchlein, das sich in wenigen Stunden lesen lässt. Die Idee mit den Lebenskonten war für mich neu und eine Bereicherung. Davon abgesehen enthält das Buch keine großen Ideen, die ich nicht bereits aus anderen Büchern kannte. Jedem, der mit dem Gedanken spielt, Living Forward zu lesen und Stephen Coveys Buch Die 7 Wege zur Effektivität noch nicht kennt, empfehle ich, lieber Letzteres zu lesen.

(hier gibt es eine Zusammenfassung von Die 7 Wege zur Effektivität.)

PS

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Dr. Jan Höpker ist Wissenschaftler und Gründer der Websites HabitGym und Der perfekte Ratgeber. Mit seinem Buch Erfolg durch Fokus & Konzentration hat er bis heute mehr als 20.000 Leser erreicht und ihnen dabei geholfen, fokussierter zu leben, zu lernen und zu arbeiten.

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