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Todd Herman: The Alter Ego Effect

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Über den Autor (Todd Herman)

Todd Herman ist Autor, Speaker, Unternehmer und Performance Coach. In seinen Coachings und seinem Buch The Alter Ego Effect – The Power of Secret Identities to Transform Your Life* lehrt der gebürtige Kanadier, wie man ein Alter Ego einsetzt, um in Alltag, Sport, Kunst und Beruf eine herausragende Performance abzuliefern.

Neben der englischsprachigen Originalausgabe von 2019 existieren Übersetzungen in spanischer, polnischer und italienischer Sprache. Ob eine deutschsprachige Übersetzung geplant ist, ist mir nicht bekannt.

Zusammenfassung

Ein Alter Ego ist eine imaginäre Identität, die nicht nur von fiktiven Superhelden, sondern auch von real existierenden Top-Performern eingesetzt wird, um die Komfortzone zu verlassen und die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern.

Eine bekannte Anwenderin ist Beyoncé: Sobald die Sängerin eine Bühne betritt, überlässt sie ihrem Alter Ego Sasha Fierce die Kontrolle über ihren Körper.

Nach mehr als tausend Coaching-Stunden mit unzähligen Top-Performern, deren Namen aus verständlichen Gründen nicht genannt werden können, hat Todd Herman herausgefunden, dass der Einsatz eines Alter Ego der schnellste und zuverlässigste Weg zu Spitzenleistungen in allen Lebensbereichen ist. Die Methode funktioniert, da ein Alter Ego den bewussten Geist beschäftigt und ihn so davon abhält, sich mit Selbstzweifeln zu beschäftigen und dadurch die Performance zu stören.

Wer sich ein Alter Ego zulegen möchte, muss einiges beachten – was genau zu tun ist, beschreibt Herman in seinem Buch.

Wozu ein Alter Ego?

Wir setzen unser Alter Ego nicht zur Selbstverleugnung ein, sondern um bestimmte erfolgversprechende Eigenschaften zu begünstigen, die wir bereits in uns tragen. Welche Eigenschaften das sind, hängt von der konkreten Situation ab, für die wir unser Alter Ego erschaffen – der Autor spricht von »Spielfeldern«.

Ein Alter Ego kann auf allen nur erdenklichen Spielfeldern nützlich sein. Zu den häufigsten Anwendungsbereichen zählen Sport, Beruf und Alltag.

Auf lange Sicht kann ein Alter Ego nicht nur den Erfolg, sondern auch die Entstehung guter Gewohnheiten und die Selbstwirksamkeit fördern. Mit anderen Worten: Das Alter Ego schafft ein heroisches Selbst.

Die meisten Menschen identifizieren sich mit ihren Gefühlen und Gedanken, doch in Wahrheit sind wir nicht unsere Gefühle und Gedanken, sondern etwas, das der Autor als »Core Self« bezeichnet.

Unser Core Self trägt das heroische Selbst als Potenzial bereits in sich. Doch die Gedanken und Gefühle des Core Self werden von vier Einflusssphären moduliert, die das Core Self schwächen können:

  1. Die Ebene der Hauptantriebskräfte: Was uns motiviert
  2. Die Glaubensebene: Wir uns selbst und die Welt definieren
  3. Die Handlungsebene: Wie wir uns nach außen präsentieren
  4. Das Spielfeld: Was im Augenblick gerade passiert

Mit einem Alter Ego können wir die vier Einflusssphären umgehen und somit direkt auf das heroische Potenzial unseres Core Self zugreifen.

Die Umgehung der Einflusssphären erfolgt über sogenannte Brücken.

Der Autor fordert dazu auf, zunächst für jede der beiden folgenden Kategorien eine Liste zu erstellen und die folgende Frage zu beantworten:

Was möchte ich …

  • Nicht mehr erleben bzw. nicht mehr als Resultat erhalten?
  • Weniger erleben bzw. weniger als Resultat erhalten?

Target Mapping

Beim sogenannten »Target Mapping« legen wir die gewünschten Ergebnisse fest, um dann davon ausgehend rückwärts eine Strategie zu entwickeln.

Sobald wir wissen, welche Resultate wir auf dem Spielfeld erzielen wollen, können wir uns überlegen, welche Eigenschaften, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Einstellungen, Überzeugungen, Werte und andere Dinge wir für den Erfolg benötigen.

#1 Die Ziel-Ebene

Zunächst müssen wir die Ziel-Ebene betrachten.

Was möchten wir …

  • Weiterhin erleben, erreichen, als Resultat erhalten?
  • Mehr erleben, erreichen, bekommen?
  • Anfangen zu erleben, erreichen, bekommen?

#2 Die Handlungsebene

Als Nächstes betrachten wir die Handlungsebene. Welche Handlungen, Verhaltensweisen und Fähigkeiten muss unser Alter Ego einsetzen, um die gewünschten Ergebnisse zu erreichen?

Was müssen wir …

  • Weiterhin tun, reagieren, wählen, denken, sagen, versuchen?
  • Mehr/häufiger tun, reagieren, wählen, denken, sagen, versuchen?
  • Anfangen zu tun, reagieren, wählen, denken, sagen, versuchen?

#3 Die Glaubensebene

Schließlich müssen wir noch die Glaubensebene betrachten, denn unsere Emotionen, Gefühle und Erwartungen werden maßgeblich von unseren Glaubenssätzen bestimmt. Was wollen wir …

  • Weiterhin glauben, erwarten, fühlen, wertschätzen?
  • Mehr/häufiger glauben, erwarten, fühlen, wertschätzen?
  • Anfangen zu glauben, erwarten, fühlen, wertzuschätzen?

Unsere Mission

Der Autor erklärt, dass ausnahmslos alle großen Helden aus Filmen und Büchern nicht aus egoistischen Motiven, sondern für ein höheres Ziel gekämpft haben, für etwas, das größer war als sie selbst.

Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen. Ein tieferer Sinn kann uns ebenfalls stärker machen. Dabei ist es wichtig, dass wir uns auf einer tiefen emotionalen Ebene mit dem tieferen Sinn verbunden fühlen.

Der Name und die Superkräfte unseres Alter Ego

Unser Alter Ego braucht einen Namen und Superkräfte.

Der Autor erklärt, dass wir zunächst diejenigen Superkräfte identifizieren müssen, die am meisten dazu beitragen, dass unser heroisches Selbst zum Vorschein kommen kann.

Als Nächstes müssen wir uns fragen, wer oder was diese Superkräfte am besten repräsentiert. Es kann sich um eine Person, eine Sache oder ein Tier handeln. Am besten geeignet sind Personen, Tiere und/oder Dinge, zu denen wir bereits eine emotionale Bindung haben. Wir sollten daher insbesondere nach geeigneten Personen, Tieren und Dingen Ausschau halten, die in unserem Leben bereits existieren oder in der Vergangenheit existiert haben.

Der Autor weist darauf hin, dass die Erschaffung eines völlig neuartigen Alter Ego zu besseren Ergebnissen führen kann, aber deutlich schwieriger ist. Für den Anfang sollten wir den einfacheren Weg gehen und jemanden oder etwas wählen, der, die oder das in unserem Leben bereits eine Bedeutung hat bzw. hatte.

Wenn unser Alter Ego aus unserem Leben oder unserer Vergangenheit stammt, sollten wir einfach dessen Namen übernehmen. Wenn wir wollen, können wir den Namen später immer noch ändern.

Dem Alter Ego Leben einhauchen

Um unserem Alter Ego Leben einzuhauchen, müssen wir uns Fragen wie die folgenden stellen und sie für uns beantworten:

  • Welche Verhaltensweisen verkörpert unser Alter Ego?
  • Wir handelt unser Alter Ego?
  • Welche Körperhaltung hat unser Alter Ego?
  • Welchen Gesichtsausdruck zeigt unser Alter Ego?
  • Wie kleidet sich unser Alter Ego?
  • Welche Einstellungen hat unser Alter Ego?
  • Welche Überzeugungen hat unser Alter Ego?
  • Welche Werte spielen für unser Alter Ego eine Rolle?
  • Welche Erwartungen hat unser Alter Ego?
  • Was denkt unser Alter Ego über das Spielfeld, für das wir es erschaffen haben?
  • Welche Gedanken wird unser Alter Ego niemals haben?

Die heroische Herkunftsgeschichte

Der Autor erklärt, dass jeder Held eine Herkunftsgeschichte braucht. Diese braucht es, damit wir eine emotionale Bindung zu unserem Alter Ego aufbauen können. Dabei kommt es nicht darauf an, dass die Herkunftsgeschichte besonders komplex oder ausgefallen ist. Wer mag, kann sich an diesen Fragen orientieren:

  • Wie ist unser Alter Ego zu dem geworden, was es ist?
  • Wie hat unser Alter Ego seine Superkräfte erhalten?
  • Wozu braucht unser Alter Ego seine Superkräfte?
  • Was treibt unser Alter Ego innerlich an?
  • Auf welcher Mission befindet sich unser Alter Ego?

Die Aktivierung des Alter Ego

Als Nächstes benötigen wir ein Totem, mit dem wir unser Alter Ego bei Bedarf zum Leben erwecken können. Das Totem ist wie ein Schalter für unseren Geist.

Der Autor erklärt, dass drei Arten von Totems infrage kommen:

  1. Etwas, das wir tragen (Kleidungsstück, Schmuck etc.)
  2. Etwas, das wir bei uns tragen (irgendein kleiner Gegenstand)
  3. Etwas, das mit dem Spielfeld verbunden ist

Bei der Auswahl unseres Totems sollten wir wählerisch ist. Wir sollten es schnell an- und ausziehen und/oder in die Tasche stecken können. Wir dürfen unser Totem nicht die ganze Zeit tragen, sondern nur, um unser Alter Ego zu aktivieren.

Es versteht sich von selbst, dass wir unser Totem nicht verleihen dürfen und dass wir keinen Gegenstand auswählen sollten, mit dem wir etwas Negatives assoziieren.

Der Autor rät dazu, dass wir anderen nicht von unserem Totem erzählen.

Unser Widersacher

In jedem Menschen existieren Kräfte, die innere Konflikte befeuern und das heroische Selbst davon abhalten, an die Oberfläche zu gelangen. Der Autor bezeichnet diese Kräfte als Widersacher.

Die folgenden Widersacher sind weit verbreitet:

  • Mangel an Kontrolle über die eigenen Emotionen
  • Mangelndes Selbstvertrauen
  • Sich sorgen, was andere denken könnten
  • Zweifel an den eigenen Fähigkeiten
  • Eine ungünstige Einstellung
  • Angst vor dem Spielfeld
  • Angst vor Fehlern

Außerdem gibt es noch einige schwer identifizierbare Kräfte, die einen Menschen wie eine Marionette kontrollieren können:

  • Hochstapler Syndrom: Massive Selbstzweifel bezüglich der eigenen beruflichen Leistung
  • Persönliche Traumata
  • Vorurteile über die eigene Gruppe (ethnische Herkunft, Geschlecht usw.)

Die Widersacher ans Licht holen

Unsere Widersacher können uns in zermürbende Selbstgespräche treiben.

Wir können diesem Teufelskreis entkommen, indem wir uns eine bestimmte Eigenschaft unseres Verstandes zunutze machen: Unser Verstand liebt es, Geschichten zu erfinden, in denen wir der Held sind.

Unser Widersacher braucht einen Namen, damit er weniger bedrohlich ist und damit unser heroisches Selbst mit ihm sprechen kann.

Der Autor erklärt, dass wir uns keine falschen Hoffnungen machen dürfen: Unsere Widersacher werden niemals verschwinden. Aber mit unserem Alter Ego haben wir eine starke innere Kraft geschaffen, die sie bekämpfen kann.

Dazu sollten wir eine Methode anwenden, die sich als wirksam erwiesen hat: Wir müssen uns gute Antworten zurechtlegen, die wir unseren Widersachern entgegnen können, wenn sie wieder einmal versuchen sollten, uns in zermürbende Selbstgespräche zu verwickeln.

Wir sollten eine Weile lang gut beobachten, welche Fragen und Aussagen unsere Widersacher gegen uns einsetzen. Dann legen wir uns schlagfertige Antworten zurecht.

Die Wichtigkeit des Glaubens

Der Autor betont, dass unser Alter Ego nur dann für uns funktionieren wird, wenn wir an eine Veränderung glauben. Wir müssen daran glauben, dass wir unser Verhalten auf dem Spielfeld ändern können.

Außerdem müssen wir mit realistischen Erwartungen an die ganze Sache herangehen. Wir dürfen nicht erwarten, dass schon beim ersten Versuch alles reibungslos funktioniert. Vielmehr müssen wir unser Vorgehen schrittweise perfektionieren.

Der Autor nennt sechs Geisteshaltungen, die uns dabei helfen können, die Nutzung unseres Alter Ego zu einer gut funktionierenden Gewohnheit zu machen:

  1. Offen für Herausforderungen sein und diese annehmen
  2. Flexibel und anpassungsfähig bleiben
  3. Von der eigenen Vorstellungskraft und Kreativität Gebrauch machen
  4. Eine spielerische Einstellung beibehalten
  5. Neugierig sein (und bleiben)
  6. An die eigene Veränderungsfähigkeit glauben

Fazit

The Alter Ego Effect – The Power of Secret Identities to Transform Your Life* ist ein sehr interessantes Buch mit einem für mich völlig neuartigen Ansatz.

Besonders gut gefällt mir, dass das Buch von einem erfahrenen Praktiker stammt, der die beschriebene Methode an unzähligen Klienten (deren Namen er aus nachvollziehbaren Gründen nicht nennen darf) perfektioniert und getestet hat. Anders als man vielleicht denken könnte, dient das Buch nicht dazu, teure Coachings zu verkaufen – es ist frei von Werbung und enthält alles, was man braucht, um sich ein eigenes Alter Ego zuzulegen.

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Dr. Jan Höpker ist Wissenschaftler und Gründer der Websites HabitGym und Der perfekte Ratgeber. Mit seinem Buch Erfolg durch Fokus & Konzentration hat er bis heute mehr als 20.000 Leser erreicht und ihnen dabei geholfen, fokussierter zu leben, zu lernen und zu arbeiten.

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